[Juenger-list] [Jünger-Rundbrief] Ernst Jünger-Preis für Philipp Bovermann

Tobias Wimbauer wimbauer at web.de
Mon Jul 23 05:32:57 EDT 2007


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Ihr / Euer tw




Schwäbische Zeitung
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Philipp Bovermann überzeugt die Jury mit "enormer Reflexionsfähigkeit"

RIEDLINGEN - Gestern ist zum elften Mal der Ernst-Jünger-Preis am Kreisgymnasium Riedlingen verliehen worden. Aus vier Arbeiten hat die Jury ausgewählt. Preisträger ist Philipp Bovermann, der aus den Händen von Landrat Dr. Heiko Schmid die Urkunde und einen Scheck in Empfang nahm.

"Zum Thema Natur und Mensch" sollen sich die Arbeiten für den vom Landkreis gestifteten Ernst-Jünger-Preis befassen. Dieses Thema lässt viel Raum, das von den diesjährigen Teilnehmern auch weidlich genutzt wurde. Vom Klimawandel über das Thema Europa zum Thema Energieeffizienz beim Bauen bis hin zur Siegerarbeit von Bovermann, der über die Auswirkungen der technisierten Umwelt auf den Menschen schrieb.



Vier Schüler haben dieses Jahr ihre Freizeit investiert, um am Wettbewerb teilzunehmen. Vier Schüler, die "sich auch sonst im Schulalltag sehr engagiert haben", lobte Laudator Bernd Lippmann. Die Jury mit Lippmann, Franziska Enders, Georg Knapp und Felix Müller habe keine einfache Wahl gehabt. Hervorzuheben sei, dass sie optisch und formal außergewöhnlich gewesen seien - "in einer Perfektion, wie wir sie noch nie hatten".

Der Sieger, diesjähriger Abiturient, hat bereits im vergangenen Jahr teilgenommen und dort den dritten Platz errungen. Dieses Jahr hob in die Jury mit "To bee or not to bee" auf das Siegerpodest. "Die Jury hat sich mit einer Arbeit konfrontiert gesehen, die eine enorme Reflexionsfähigkeit zeigt", sagte Lippmann in der voll besetzten Aula des Kreisgymnasiums vor Schulleitern, Bürgermeistern, Lehrern und Schülern. Hier habe eine eigenständige Auseinandersetzung mit einem Jünger-Text stattgefunden. Bovermann beginnt seine Reflexion beim Bienensterben, das durch die Bestäubung Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion hat. Wenn Bienen wegfallen, welche Alternativen gibt es dann: Hier setzt sich der Preisträger mit einem Ernst-Jünger-Text auseinander, den dieser vor einem halben Jahrhundert verfasst hat: "Die gläserne Bienen". Diese gläsernen Bienen werden zum Symbol einer maschinisierten Welt, in der sich Jünger Kleinroboter vorstellt. Bovermann wagt den Sprung ins heute - wo beginnt diese Fiktion Jüngers Wirklichkeit zu werden. Und abschließend wendet er sich der Frage zu, welchen Einfluss die digitale Welt auf die Psyche des Menschen hat.

Auf den zweiten Platz hat die Jury Carmen Schmid aus Riedlingen zugesprochen. Ihr Thema: energieeffizientes Bauen. In akribischer Arbeit hat die Zwölftklässlerin Daten und Informationen zu einem Buch zusammengetragen. Über die Teilnahme sei sie auf das Thema gekommen, sagt Carmen Schmid. Sie untersucht in ihrer Arbeit Schritt für Schritt Energieeinsparmöglichkeiten im Wohnbereich. Sie kategorisiert, stellt Materialien für Wärmedämmung vor und stellt auch die verschiedenen Häusertypen vor, vom Altbau bis zum Passivhaus - ehe sie sich dem Ernst-Jünger-Haus in Wilflingen zuwendet. Sie analysiert die Situation dort und zeigt Wege auf, wie es auf Standart eines Niedrigenergiehauses gebracht werden könnte. In ihrer Arbeit setzt sie sich aber auch mit Texten von Jünger zu dem Thema auseinander.

"Tanita Raffensdorfer ist buchstäblich vom Europagedanken infiziert", sagte Lippmann über die dritte Arbeit mit dem Titel: "Der Europagedanke früher und heute." Kenntnisreich spannt die Riedlingerin den Bogen Europas weit in die Vergangenheit, ehe sie auf die aktuellen Diskussionen um Abstimmungsmodalitäten, Verfassung, Stellung der Verhältnis von Staat und Religion eingehe, so Lippmann, wobei das Thema "Frieden" eine zentrale Rolle in der Arbeit einnimmt.

Jana Böckels Arbeit setzt sich mit dem Thema Klimawandel auseinander. Schwerpunkt ist der vom Menschen verursachte Treibhauseffekt und schließt in den Vorschlägen, was jeder einzelne tun kann, um diesen Effekt zu minimieren.

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