[Juenger-list] Akademie: Carl Schmitt. Tagebücher. Die Militärzeit 1915 bis 1919

T. Wimbauer wimbauer at web.de
Tue Nov 15 03:07:49 EST 2005


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 Carl Schmitt. Die Militärzeit 1915 bis 1919
       
 von Ernst Hüsmert, Gerd Giesler
 Akademie Verlag GmbH 
 November 2005 
 Gebundene Ausgabe 
 540 Seiten 

 
 Inhalt
 
 Carl Schmitt, der berühmte Jurist und politische Denker, hat in 
 vielen Phasen seines Lebens Tagebuchaufzeichnungen 
 gemacht. Die jetzt zum ersten Mal veröffentlichten 
 Tagebucheintragungen gewähren einen tiefen Einblick in seine 
 damalige zerrissene Existenz zwischen spannungsreicher Ehe 
 und zunächst als Bestrafung empfundenem Militärdienst, 
 zwischen übersteigertem Selbstbewußtsein und armseliger 
 Wirklichkeit. Vor allem sind die bislang fast unbekannten 
 Dokumente aus der Militärbehörde, die in einer Auswahl von 
 etwa 140 Seiten abgebildet werden, für die Einschätzung des 
 jungen Carl Schmitt und sein Verhältnis zum Pazifismus 
 unverzichtbar.
 
 Aus dem Inhalt:
 
 Tagebuch Februar bis Dezember 1915, Straßburg 1916
 
 Carl Schmitts Tätigkeit im Stellvertretenden Generalkommando 
 des I. Bayerischen Armeekorps München 1915 bis 1919
 Auswahl von Stellungnahmen, Anordnungen u. a. 
 Exkurs: Pressebesprechung 1918 über die Friedensbewegung
 
 "Aus dem Lager unserer Feinde" / Carl Schmitts Berichte in der 
 Zeitung "Hamburger Woche"
 
 Carl Schmitt. Auswahl von Veröffentlichungen 1916 bis 1919
 Veröffentlichungen in der Zeitschrift "Summa"
 Recht und Macht (1917)
 Die Sichtbarkeit der Kirche. Eine scholastische Erwägung 
 (1917)
 Die Buribunken. Eine geschichtsphilosophischer Entwurf (1918)
 Beitrag "Die Fackelkraus" in Bestiarium Literaricum
 Vorwort für "Johann Arnold Kanne: Aus meinem Leben. 
 Aufzeichnungen eines deutschen Pietisten" (1919)
 Vorlesung 1919. Teil 5: "Die Idee des Einheitsstaates. Jean 
 Bodin"
 
 Dokumente und Materialien
 Briefe
 Abbildungen
 Literatur
 
 Carl Schmitt, der berühmte Jurist und politische Denker, hat in 
 vielen Phasen seines Lebens Tagebuchaufzeichnungen 
 gemacht. Sie sind mit wenigen Ausnahmen in der heute fast 
 vergessenen Gabelsberger Stenografie unter Verwendung 
 eigener Kürzel geschrieben. Nachdem er ab Februar 1915 als 
 Kriegsfreiwilliger in München zunächst als Rekrut eine 
 Grundausbildung erhielt, war er Dank des Einflusses seines 
 Doktorvaters und Majors Friedrich von Calker schon ab April 
 1915 im Stellvertretenden Generalkommando des I. 
 Bayerischen Armeekorps tätig. Dort leitete er bis 1919 ein 
 Subreferat, das sich mit der Genehmigung oder Verbot der Ein- 
 und Ausfuhr von politisch brisanter Schriften, der Beobachtung 
 der Friedensbewegung und der Verbreitung feindlicher 
 Propagandatexte u. a. befaßte. 
 Die jetzt zum ersten Mal veröffentlichten Tagebucheintragungen 
 gewähren wie die bereits publizierten aus der Zeit 1912 bis 
 Anfang 1915 einen tiefen Einblick in seine damalige zerrissene 
 Existenz zwischen spannungsreicher Ehe und zunächst als 
 Bestrafung empfundenem Militärdienst, zwischen 
 übersteigertem Selbstbewußtsein und armseliger Wirklichkeit. 
 Intensive Arbeitsphasen am Manuskript der Deutung vom 
 "Nordlicht", dem gewaltigen Versepos seines Freundes Theodor 
 Däubler und seiner Habilitation 1916 in Straßburg wechseln ab 
 mit fast bohemehaftem Leben von der Hand in den Mund, 
 Bekanntschaften mit Künstlern der Dachauer Schule oder 
 nächtlichen Gesprächen über philosophisch-theologische 
 Fragen mit Theodor Haecker, Franz Blei, Hans Rupé und 
 anderen.
 
 Vor allem sind die bislang fast unbekannten Dokumente aus der 
 Militärbehörde, die in einer Auswahl von etwa 140 Seiten 
 abgebildet werden, für die Einschätzung des jungen Carl 
 Schmitt und sein Verhältnis zum Pazifismus unverzichtbar. 
 Durch die über Jahrzehnte unveränderte charakteristische 
 Handschrift sind die von ihm selbst verfaßten handschriftlichen 
 Erlasse, Verbote, Genehmigungen u.a. zweifelsfrei erkennbar 
 und erlauben Einblicke in die "Werkstatt" seines Denkens. 
 Gerade in dieser Zeit sind die ersten, später so berühmt 
 gewordenen Werke wie "Politische Romantik" und "Die Diktatur" 
 vorbereitet und in ersten Fassungen formuliert worden. Darüber 
 hinaus werden in diesem Buch erstmals wieder die Aufsätze 
 aus der Zeitschrift "Summa" abgedruckt, darunter die berühmte 
 Parodie auf Tagebuchschreiber "Die Buribunken". 
 Bisher nicht bekannt sind auch die in der Rubrik "Aus dem Lager 
 unserer Feinde" in der Hamburger Woche anonym 
 veröffentlichten Artikel, die Carl Schmitt aus der Lektüre von 
 ausländischen Zeitungen während seiner Dienstzeit 
 zusammenstellte. Den Band runden weitere Dokumente, die 
 Carl Schmitts Leben und Tätigkeit bis in die Zeit der Münchner 
 Räterepublik beleuchten.
 Auch dieses Buch ist unverzichtbar für alle, die Neues über die 
 frühe Formationsphase eines der produktivsten und 
 einflußreichsten deutschen Gelehrten des 20. Jahrhunderts 
 erfahren wollen. 


-- 
Tobias Wimbauer / Wimbauer Buchversand
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