[AGL] Re: Zidane and the RED card
Michael Eisenstadt
michaele at hotpop.com
Thu Jul 13 04:47:42 EDT 2006
Hans,
I am still working on translating the German in the
article. Zidane went on French TV to explain what
Materazzi said (bad things about his Mutter and his
Schwester). He said that he was not sorry he
executed his head-butt (coup de boule). Materazzi
says Zidane is still his hero.
Seeing the video of it, I am still amazed by the
suddenness of Materazzi falling and then curling
up in the fetal position. It must be a question of
getting hit just below the sternum. As I said it
made me remember how Ghazi did it to me,
on the head, pulling the punch so to speak, in
a monitory spirit. It made me realize how
dangerous the world could be to an innocent.
Which was precisely the point as Ghazi explained.
Ciao!
Mike
--- Original Message -----
From: "hpo" <hpophotog at mac.com>
To: "Michael Eisenstadt" <michaele at hotpop.com>
Sent: Tuesday, July 11, 2006 2:29 PM
Subject: Zidane and the RED card
Hey Mike,
current explanation in the Berliner Morgenpost regarding headbutt.
Materazzi gesteht Beleidigung
Italiener gibt zu, Zidane beschimpft zu haben, verrät aber keine Details -
Domenech bleibt Frankreichs Trainer
Psssst: Italiens Marco Materazzi im WM-Endspiel Italien gegen Frankreich
Foto: ddp
Von Sven Flohr
Berlin - Was bekam Zinedine Zidane zu hören, daß er mit dem Kopf zustieß?
Auch Tage nach dem WM-Endspiel von Berlin rätselt die Fußballwelt über die
Ursache des Ausrastens von Frankreichs Nummer zehn. Wen hat Marco Materazzi
wortreich verunglimpft, bevor der Italiener niederstreckt wurde: Zidanes
Mutter, seine Schwester, seine Herkunft?
Kurz noch einmal der Tathergang: In der Verlängerung des Spiels, das Italien
später 6:4 nach Elfmeterschießen gewinnen sollte, lieferten sich die zwei
Spieler einen verbalen Schlagabtausch. Zidane entfernte sich zunächst von
Materazzi, drehte dann aber abrupt um und lieferte dem Weltfußball eine
Szene, die so legendär werden dürfte wie das Wembleytor oder Maradonas Hand
Gottes. Mit der Entschlossenheit eines Karatekämpfers, der mit seiner Stirn
einen Steinblock spalten will, rammte Zidane dem Italiener seinen Kopf in
die Brust. Daraufhin wurde er im letzten Spiel seiner Karriere des Feldes
verwiesen.
Während Zidane sich nach wie vor zu den Motiven seiner Tat ausschweigt, hat
nun das Opfer eine erste detaillierte Zeugenaussage gemacht. In der
italienischen Sportzeitung "Gazzetta dello Sport" gibt Materazzi zu, sein
Gegenüber beleidigt zu haben und muß nun eine Bestrafung durch den
Weltverband Fifa fürchten. Der Verteidiger beschreibt die Szene wie folgt:
"Ich hatte ihn für einige Sekunden am Trikot festgehalten, dann schaute er
mich in einer superarroganten Art von oben bis unten an und sagte: "Wenn du
mein Trikot wirklich willst, dann kannst du es nach dem Spiel haben.' Danach
habe ich mit der Beleidigung reagiert. Ich habe etwas gesagt, das Dutzende
Male gesagt wird und auf dem Fußballfeld einfach mal rausrutscht."
Was genau, behält Materazzi für sich. Zidane-Manager Alain Migliaccio hatte
erklärt, daß Materazzi "etwas sehr Ernstes" gesagt hätte und sein Schützling
sich in den kommenden Tagen zum unrühmlichen Ende seiner Karriere äußern
wolle. Sehr zur Freude aller Lippenleser auf dieser Welt, die ihre
Beleidigungstheorien somit weiter feilbieten können.
Die derzeitige Hitliste (zusammengetragen aus verschiedenen Medien in aller
Welt): "Sohn einer terroristischen Hure", "deine Mama ist eine Nutte",
"islamischer Terrorist", "deine Schwester ist eine Hure". Das meiste davon
dementiert Materazzi mit recht dümmlichen Aussagen. Einerseits sei er viel
zu ungebildet, jemanden als islamischen Terroristen zu beleidigen. Er wisse
gar nicht, was das sei. Andererseits würde er niemals etwas Böses über
irgendeine Mutter behaupten. "Mama ist heilig", sagt Materazzi, dessen
Mutter starb, als er 14 Jahre alt war.
Im Gegensatz zur Siegerehrung nach dem Spiel nahm Zinedine Zidane am Empfang
des WM-Zweiten in Paris teil. Die Mannschaft präsentierte sich auf dem
Balkon des Hotels Crillon ihren Anhängern. Diese hatten ihrem Star längst
verziehen. "Zizou for president", forderten sie in Sprechchören.
Und selbst ihren vor wenigen Wochen noch so verhaßten Trainer haben die
Franzosen längst in ihr Herz geschlossen. Gestern kündigte Jean-Pierre
Escalettes, Präsident des Fußballverbandes FFF an, daß der Vertrag mit
Raymond Domenech verlängert werde. Nur über die Laufzeit der Vereinbarung
wurde nichts bekannt, offenbar zerbrechen sich Parteien über diesen Punkt
noch die Köpfe. Rein metaphorisch.
Stand: Dienstag, 11. Juli 2006, 19:25 Uhr
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Hans-Peter Otto
Freier Bildjournalist
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